Volksmusik in neuem Gewand: Erstes Album von „Maxjoseph“ erschienen

Die Musikszene im Tölzer Land ist um eine neue Band reicher: Das Quartett mit dem Namen „Maxjoseph“ will mit seiner Musik neue Wege gehen. Jetzt stellen die vier Musiker ihr erstes Album vor.

Reichersbeuern/Bad Tölz – „Maxjoseph“: Der Bandname klang für die vier jungen Musiker einfach gut. „Wir haben einen Bezug zu Bayern gesucht“ , erzählt Tubaspieler Florian Mayerhofer. „Und Kurfürst Max Joseph III. hat zu seiner Zeit als progressiv und modern gegolten, das passt zu uns“. Denn er und seine Musikerkollegen Andreas Winkler, Josef Steinbacher und Georg Unterholzer haben ihre Leidenschaft für traditionelle Volksmusik in ein neues Gewand gehüllt und verwirklichen ihre ganz eigene Vorstellung davon.

Jenseits von Berg-Heimatigem, aber auch weit entfernt von der Bierzelt-Krainer-Party, spielen sie mit dem Volksmusik-Begriff und gehen neue Wege mit der Musik, die sie von Kindheit an gehört und gespielt haben. Jetzt ist ihr Debütalbum „Neue Welt“ erschienen. 13 Stücke, denen man sowohl ihre musikalische Heimat, die Professionalität der Musiker als auch deren Lust am Aufbrechen und Neu-Beleben von Altbekanntem anhört. „Wir sind da ziemlich entspannt“ sagt Mayerhofer. Er habe die Erfahrung gemacht, dass ihre Kompositionen, die Volksmusikelemente wie Märsche, Walzer sowie Jodler mit Jazzharmonien und Improvisationen oder klassische Musik mit pulsierenden Rhythmen verbindet, völlig unterschiedlich wahrgenommen wird. „Wer sonst keine Volksmusik hört, für den ist das eben eindeutig Volksmusik. Für die traditionellen Volksmusiker aber wirkt es vielleicht zu modern und hat mit Tradition nicht mehr viel zu tun.“ Es gibt eben keine eindeutige Schublade für die Stücke, die „Run to Dana“ , „Perlach Island“ und „Erste Hilfe“ heißen – wohl aber eine Geschichte zu jedem einzelnen Lied. Die Songs kommen zwar allesamt ohne Text aus, erzählen aber dennoch viel – etwa vom Gefühl, sich zu Coronazeiten weit ab vom Schuss zu fühlen. „Bei Konzerten reden wir auch viel zwischen den Stücken und erklären, was es damit auf sich hat“, sagt Mayerhofer. Quelle:merkur.de

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