„Wir sind junge Männer, die sich trauen“

Sie singen von Heimat, tragen Lederhosen und sehen trotzdem aus wie Hipster: Voxxclub ist eine der erfolgreichsten Bands der Neuen Volksmusik. Eine Begegnung mit jungen Männern, die tanzen, singen und schuhplatteln.

Es ist kalt, es ist Hamburg, und natürlich regnet es auch. Die drei Männer, die die Teestube nahe der Innenstadt betreten, haben trotzdem nackte Beine. Sie tragen Lederhosen, dicke Wollstrümpfe und festes Schuhwerk. „Servus, ich bin der Bini“, sagt der Erste, der mit seinem dickem Pulli so aussieht, als käme er gerade aus dem Schanzenviertel. Auch Voxxclub-Frontmann Michael – „Servus!“ – erinnert mit Zopffrisur, Kapuzenpulli und Wollmütze eher an einen Hipster, nur Christian – Hallo!“– wirkt in seinem Norwegerpulli eher solide als stylish.

Es bleibt in der folgenden Stunde beim Du und den Vornamen, und gescherzt wird auch viel. Die ersten Gags kommen nach der Frage, ob sie sich die Lederbuxen extra vorher angezogen haben. „Nee, wir haben in den Hosen geschlafen. Tragen wir seit gestern Abend!“, ruft einer und der andere: „Ist halt unsere Berufskleidung. Der Bauarbeiter zieht sich ja auch den Blaumann an und setzt den Helm auf.“ In der Tat sind Michael, Christian und Korbinian (kurz: „Bini“) auch beim Interview exakt so gekleidet, wie ihre Fans sie von den Voxxclub-Auftritten kennen – unten Lederhose, oben eher Streetwear. „Die Lederhose, die ist Tradition, dazu stehen wir. Aber oben herum sind wir in der Moderne angekommen“, sagen sie.

Das gilt auch für ihre Musik – sie trifft einen Zeitgeist, der Volksmusik einem jungen Publikum nahebringen will. Dazu jedoch später. Erst mal gibt es Tee und Kaffee „zum Aufwärmen“. Zwei der fünf Bandmitglieder sind krank, ein Virus. Die verbliebenen drei sind in der kommenden Stunde so gesprächig, dass die anderen Gäste aufschauen, so viel und laut wird am Tisch gescherzt. Klar, auch Lockerheit und gute Laune gelten als Markenzeichen der Band. Quelle:Welt.de

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